Presse

Fischerei und Aquakultur auf dem Münsterplatz in Bonn

Von Bayern bis NRW ein kulinarisches und buntes Programm.
Zum Deutschen Fischereitag präsentierte die Deutsche Aquakultur gemeinsam mit
der Fischer- und Anglerjugend von Bayern bis NRW ein kulinarisches und buntes
Programm.
In Verbindung zum Deutschen Fischereitag in Bonn hatte der Rheinische
Fischereiverband von 1880 e.V. (RhFV) gemeinsam mit dem Verband der
Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e.V. (VDBA) die Jugendarbeit, die
Freizeitfischerei sowie die Binnenfischerei und Aquakultur einer breiten Öffentlichkeit
präsentiert. Persönlich standen der Präsident des VDBA, Bernhard Feneis und der
Vorsitzende des RhFV Reiner Gube den interessierten Besuchern, die mit
unterschiedlichsten Fragen an den gemeinschaftlichen Info- und Ausstellungsstand
kamen, Rede und Antwort. Spontan wurde die Aktion unterstützt von Rainer
Schiller, dem Präsidenten des Landesfischereiverbandes Bremen, sowie durch
etliche Teilnehmer des Deutschen Fischereitages. U.a. auch durch Mitglieder der
Kormorankommission und deren Vorsitzenden Stefan Jäger. Alle brachten sich mit
enormen Fachwissen in das Geschehen am Info Stand, inmitten der Geburtsstadt
Ludwig van Beethoven, ein.
Neben dem farbenfrohen Präsentationsstand der Jugend im Rheinischen
Fischereiverband, waren es die aus Bayern mitgebrachten großen, teils künstlerisch
gestaltete Karpfenexponate die zahlreiche Besucher anzog. Kompetent und
ausführlich beantwortete der vom Landesfischereiverband Bayern angereiste
Matthias Brunnhuber, alle Fragen zum Lebensmittel Fisch.
Den interessierten Gästen des auffälligen Standes, der mitten im pulsierendem
Leben der Stadt Bonn positioniert war, wurden nicht nur alle fischereilichen Fragen
beantwortet, sondern von Birgit Meier (Gewässerfragen RhFV), Frank
Kleinwächter (2.Vorsitzender RhFV) und Marion Meitzner (Stiftung für
Gewässerschutz und Wanderfische NRW), auch feinste Forellenhäppchen gereicht.
„ Alles in Allem, eine großartige Veranstaltung, um Bürgerrinnen und Bürgern etwas
über unsere große Leidenschaft zur Fischerei, näher bringen zu können. Das große
Interesse und die vielen Fragen der Besucher, haben uns bestätigt, auf diesem Weg
zu bleiben. Dafür auch ein großes Danke an die Menschen in Bonn und anderswo“,
so Reiner Gube, Vorsitzender des Rheinischen Fischereiverbandes von 1880 e.V.

Mit Petri Heil
Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.


 

 

 

 

 Quelle: Kreisblatt Delmenhorst vom 24.05.2016 Seite 8

 


 

                                                             Quelle: Nordseezeitung v. 11.04.2016


 


 

Weserkurier vom 19.02.2016 Seite 11


Bericht über die Fischtreppe am Weserwehr

Aale sollen Taxi fahren

Justus Randt 06.02.2016 0 Kommentare

Ob Aal, Flussneunauge, Lachs oder Meerforelle – alle Wanderfische sind dann mal weg, wenn sie am Weserkraftwerk ankommen. Der Fischpass in Hastedt „ist eine Katastrophe“, sagt Heinz Pyka. Mit der Einschätzung steht der Vizepräsident des niedersächsischen Landessportfischerverbandes (LSFV) längst nicht allein da.

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Thema: die Fischtreppe am Weserwehr - Rolf Libertin ist Vizepräsidenten des Landessportfischerverbandes Bremen © Frank Thomas Koch

Rolf Libertin vom Landesfischereiverband Bremen hält die Fischtreppe für zu eng. (Frank Thomas Koch)

„Das ganze Ding hätte nie gebaut werden dürfen“, ist Jens Salva, Fischereibiologe im Sportfischerverband Weser-Ems in Oldenburg, überzeugt. Beim Abstieg würden die Fische in den Turbinen „plattgemacht“, wie Salva sagt. Der Aufstieg funktioniere nicht, weil die Fische die Treppe gar nicht erst fänden. Berufsfischer schmieden bereits Pläne, wie sie den Aal – am Nadelöhr in Hastedt vorbei – über den Landweg in die Außenweser bringen können.

Heinz Pyka, dessen Verband 90 000 Mitglieder zählt, ist es gewohnt, mit großen Zahlen zu hantieren: „Wir setzen zum Bestandsschutz jedes Jahr beispielsweise 80 000 Lachse aus“, sagt er. Dieses und viele andere Projekte – auch an Aller, Leine oder Oker – seien zum Scheitern verurteilt, „weil die Fische auf Nimmerwiedersehen verschwinden“ – und zwar in Bremen. „Zehn statt 10 000 Fische gehen die Fischtreppe im Jahresdurchschnitt pro Tag hoch“, sagt Pyka. Dabei bezieht er sich auf den „Jahresbericht 2013 über die Ergebnisse zum Fischschutz-Monitoring am Wasserkraftwerk“ vom März 2015. Um die Durchlässigkeit zu beobachten, seien an 150 Tagen des Jahres Fische gezählt worden – etwa 1500 insgesamt. Zum Vergleich: Im Fischpass Geesthacht an der Elbe seien es täglich bis zu 25 000 Fische.

Der Bericht für 2014 liege ihm noch nicht vor, sagt Ralf Gerken, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim LSFV in Hannover, „er bewegt sich aber wohl noch immer auf dem erbärmlichen Niveau von 2013. Den Bericht haben wir nach zigfacher Anforderung bekommen.“ Im Vergleich zum Vorjahr (12) wurden 2014 bereits 21 Lachse am Tag gezählt, die Zahl der Aale verringerte sich hingegen von 57 (in 2013) auf 35 im Jahr 2014. Gerken fordert: „Es muss größer gebaut und der Einstieg muss auffindbar gemacht werden, und wir fordern ein fachliches Monitoring. Die ganze Fischtreppe muss auf den Prüfstand, sie funktioniert nicht.“

Die Beobachtung der Anlage auf ihre Funktionsfähigkeit hin übernimmt deren Betreiberin, Weserkraftwerk Bremen GmbH und Co. KG, die zu gleichen Teilen zur EIPP GmbH und der SWB AG gehört, im Auftrag des Bremer Umweltsenators Joachim Lohse (Grüne). Der hat in seinem Umweltzustandsbericht 2015 eine Flussneunaugenzählung zitiert, bei der 85 000 Fische registriert worden seien – allerdings ohne Hinweis auf die Methode und den Vorjahreswert zum Vergleich. Die Sportfischer ärgern sich über mangelnde Transparenz. Heinz Pyka lässt solche Zahlen nicht gelten, was für ihn zählt, ist, was die Treppe hoch und den Flusslauf hinauf kommt.

„Es liegen insgesamt wenig Zahlen zu den Fischbeständen in Mittel- und Unterweser vor, man weiß nicht, von welchen Beständen auszugehen ist“, wehrt sich Christoph Brinkmann, Sprecher der Weser-Kraftwerk Bremen. „Wir betreiben die schonendste und modernste Anlage an der Weser“, sagt er über das 2011 in Betrieb genommene Kraftwerk. „Zehn Prozent der gesamten Bausumme sind in den Fischschutz geflossen, 5,5 Millionen Euro.“ Seither habe es mehrere „Optimierungen“ am Fischpass gegeben, zuletzt seien 2014 sogenannte Störsteine in die Treppe gestellt worden, Ruhezonen beim Aufstieg, in denen die Fließgeschwindigkeit reduziert sei. „Speziell den Neunaugen, die Schwierigkeiten mit der Strömung haben, kommt das zugute.“

Warum das Bremer Bauwerk dennoch „nicht funktionieren kann“, weiß Rolf Libertin. Der Vize des Bremer Landesfischereiverbandes mit rund 6000 Mitgliedern in 19 Vereinen ist nicht gut zu sprechen auf das neueste der sieben Turbinen-Kraftwerke entlang der Weser. „Die Fischtreppe ist zu eng gebaut“ und die Leitströmung, der größte zu überwindende Widerstand, an dem sich aufsteigende Fische orientierten, sei nun mal nicht der vorgesehene Fischeinstieg mit 1,2 Kubikmetern Wasser, die dort pro Sekunde strömen. Stattdessen fühlten sich die stromaufwärts ziehenden Fische vom Abfluss der Bypassanlage am Rechen angezogen, der mit 7,5 Kubikmetern pro Sekunde um ein Vielfaches stärker strömt.

„Die Leitströmung lenkt also vom Einstieg in die Fischtreppe ab, die Fische kommen nicht zurück in ihre Laichgewässer“, sagt Libertin. „Gerade für den Lachs ist das sehr schwierig“, weiß Heinz Pyka, die Fische versuchten bis zur Erschöpfung, sich aufwärts zu kämpfen. „Die Meerforelle ist da findiger, was Querströmungen betrifft.“

Stromabwärts, durch die Turbinen hindurch, kämen viele Meerforellen, Lachse und Neunaugen zu Tode, beklagt Pyka. „Wir haben mehr Wolfsberater als Wölfe, ich wünschte mir einen Bruchteil der Aufmerksamkeit für die Probleme der Wanderfische.“ Das hat er Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) im vergangenen Jahr schriftlich gegeben. „Der Abstieg ist noch nirgendwo vernünftig geregelt worden.“ Libertin bestätigt das, er geht davon aus, dass im Bremer Kraftwerk rund ein Drittel der Fische geschädigt werde. „Aale beispielsweise, die lassen sich flussabwärts einfach treiben und geraten so durch den Rechen.“

„Wir sehen uns nicht als Fischhäcksler“, stellt Christoph Brinkmann klar.

In diesem Bewusstsein haben es die Bremer Kraftwerksbetreiber abgelehnt, das Projekt Aal-Taxi zu unterstützen. Die Initiative des Landesfischereiverbandes Niedersachsen verfolgt den Ansatz, das Problem zu umgehen, statt es weiter zu diskutieren: „Wir wollen gefangene, gesunde Aale hinter das Bremer Kraftwerk als letzte Wanderhürde bringen. Je mehr Aale abwandern können, desto mehr kommen auch zurück“, sagt der Verbandsvorsitzende Carsten Brauer, Berufsfischer in Landesbergen (Kreis Nienburg). Lastwagen sollen die Aale von der Mittelweser an die Außenweser bringen, wo sie zwischen Bremerhaven und Cuxhaven wieder eingesetzt werden. Noch würden Geldgeber für die „Artenschutzmaßnahme“ gesucht, sagt Carsten Brauer. So ein Aaltaxi kostet.

Weserkurier vom 06.02.2016


 

Ein Bericht über Flußverschmutzung

 

Beim Verfüllen einer Rohrleitung ergießen

sich mehrere Kubikmeter Flüssigbeton in

den Bach

 

Fischsterben in der Ritterhuder Beeke

 

Von Michael Thurm - 07.11.2015

 

Ritterhudes Bürgermeisterin Susanne Geils weiß

anscheinend, was sie ihren Bürgern schuldig ist:

„Wir werden dran bleiben“, versprach die

Verwaltungschefin gestern den Bewohnern der

Hamme-Gemeinde. Denn dort macht seit

Donnerstagvormittag das Wort „Umweltfrevel“ die

Runde. Ein Jahr nach der Katastrophe auf dem

Gelände der Chemiefirma Organo Fluid fürchten die

Ritterhuder, dass ihre Gemeinde von weiteren

Umweltschäden betroffen ist. Genauer: die

Ritterhuder Beeke. In den kleinen Bach, der mitten

durch Alt- Ritterhude fließt, ergossen sich am

Donnerstag mehrere Kubikmeter flüssigen Betons,

verwandelten das Gewässer in eine weiß-graue

Brühe und lösten ein Fischsterben aus.

 

Das Unglück passierte, als eine Firma, die seit einigen

Wochen im Auftrag der Osterholzer Stadtwerke tätig ist,

eine stillgelegte Druckrohrleitung im Bereich des

Eisenbahntunnels Riesstraße / An der Untermühle mit

Flüssigbeton als Stabilisator verfüllte. Dabei handelt es sich

um ein übliches und erprobtes Verfahren – doch diesmal

ging etwas schief: Die Masse trat aus der undichten

Rohrleitung aus und ergoss sich in einen Graben und dann

in die Beeke. Trotz des schnellen Eingreifens von

Feuerwehr, Mitarbeitern des Landkreises und der

Gemeinde Ritterhude sowie einiger Anwohner war der

Unfall nicht mehr zu verhindern. Wie groß der Schaden für

die Beeke und die Umwelt ist, das untersuchen nun die

Experten.

 

„Die laufenden Ermittlungen der Behörden zur Ursache

werden wir im eigenen Interesse im vollen Umfang

unterstützen“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Jürgen Möller

gestern. „Wir bedauern die Auswirkungen auf die Umwelt

sehr und danken allen Helfern, die sich umgehend um die

Verminderung des Schadens bemüht haben“, betonte er.

Neben der Klärung der Ursache geht es gleichzeitig um die

weitestgehende Wiederherstellung der beeinträchtigten Umwelt. „Dazu werden die Stadtwerke alles in ihrer Kraft

stehende in die Wege leiten. Schließlich sind

Umweltschäden kein Kavaliersdelikt“, so Möller.

 

 

 

 

 

 

 

Nichts mehr zu retten.

 

Anwohner der Beekstraße sprechen bereits von einem

Schaden, der „Flora und Fauna in der Beeke auf Jahre

vernichtet“ habe. Sie waren als erste vor Ort und hatten

die Hilfskräfte verständigt. Die Angelfreunde vom Verein

„Hammebiss“ hätten noch versucht, die Fische mit Netzen

zu retten – vergebens.

Wie das Gelsenkirchener Hygiene-Institut des Ruhrgebiets

mitteilt, gilt der verwendete Baustoff Mixxan 620 B aus

wasserhygienischer Sicht als unbedenklich. Nach der

Aushärtung gebe er keine Schadstoffe ab. Für Fische und

andere Gewässerorganismen aber ist das „basische

Verhalten des Füllmaterials vor der Aushärtung“ von

Bedeutung, der hohe pH-Wert von 11 führte zum

Fischsterben.

 

Ein Gutachter untersuchte gestern den Bach und nahm

Proben. Der pH-Wert betrug noch 8,2 – ein erhöhter, aber

für die Gewässerfauna unbedenklicher Wert, heißt es. Auf

dem Gewässergrund hat sich mit Ausnahme der

strömungsintensiven Mittelrinne durchgehend ein Belag

des Flüssigbetons niedergeschlagen. Das auf dem Boden

lagernde Material trennt die Lücken im Bachbett vom

Wasserkörper ab, die für Kleinorganismen wie Junglarven

von Insekten oder auch Fische wichtig sind; dies hatte

möglicherweise zum Absterben der Fische geführt. Auch

die vor wenigen Jahren vom Angelverein angelegten

Kiesbänke sind betroffen; sie sollten als Laichsubstrat für

Meerforellen dienen.

Das Institut wird die genommenen Wasserproben nun auf

Schadstoffe untersuchen. Wenn die Ergebnisse vorliegen,

soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. Aktuell

bestehe nach Ansicht der Experten kein weiterer

Handlungsbedarf. Wie schnell es gelingt, die Ritterhuder

Beeke zu reaktivieren, das können die Fachleute jedoch

noch nicht abschätzen.

Aus: http://www.weser-kurier.de/region/osterholzer-kreisblatt_artikel,-Fischsterben-in-der-... 07.11.2015


 

Quelle : Delmenhorster Kreisblatt vom 10.11.2015 Seite 5


Quelle: Nordsee-Zeitung vom 22.12.2014

 


Quelle : Weser-Kurier vom 27.08.2014 Seite 9


Wie angelt man sich einen Fisch?

Von Peter Otto

Burg-Grambke. Fischereilehrgänge im Burg-Grambker Ausbildungszentrum sind gut besucht. Innerhalb der vergangenen 20 Jahre wurden dort 9500 Frauen und Männer offiziell zu kundigen Anglern erklärt. Auch der Tag der offenen Tür stieß auf Interesse.

An den Wänden hängen die Abbildungen von Aalquappe und Bachforelle, von Hecht und Karpfen, von Wels und Zander. Auf Tischen stapeln sich Hefte und Bücher über Gewässerkunde und Gewässerpflege, Fischhege sowie Natur- und Umweltschutz. Angelgerät, vom Weiden- über den Rohrstock bis hin zu modernen Ruten steht in einer Ecke. Das Interesse daran, einmal einen ordentlichen Fisch an den Haken zu bekommen, ist in Bremen-Nord offenbar groß.

Die Fischereilehrgänge im Ausbildungszentrum in Burg-Grambke jedenfalls sind stets gut besucht. Lehrgänge, die vom Verein Landesfischeiverband Bremen angeboten werden. Am Sonnabend feierte die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen mit einem „Tag der offenen Tür“.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter zeigten den Besuchern die Geschäftsstelle, den Schulungs- und Konferenzraum sowie das Wasserlabor. Der Schulungsraum quillt geradezu über von Anschauungsmaterial und Arbeitsunterlagen für die Fischereiprüfung sowie für die unterschiedlichen Sachgebiete. Der Unterrichtsraum ist mit modernen Medien ausgestattet und bietet 35 Teilnehmern Platz. Die Fischereilehrgänge finden als Kompaktkurse an zwei Wochenenden immer in der Zeit von 9 bis 17 Uhr statt. „Pro Jahr werden an die 400 Lehrgangsplätze im Verbandsbereich belegt“, berichtet Verbandspräsident Rainer Schiller.

Die Schüler kommen demnach aus den 19 Mitgliedsvereinen in Bremen und dem angrenzenden Niedersachsen. Ihnen gehören 6040 Mitglieder an. In den vergangenen 20 Jahren hat der Landesverband nach eigenen Angaben rund 9500 staatliche Prüfungen abgenommen. Sven Krüger aus Blockdieck hat im Juni seine Prüfung bestanden. „Da musste man schon einiges lernen und wissen. Aber mich reizt das Angeln, da kann man wirklich seine Ruhe genießen.“ Fred Behnken hat sich seit 15 Jahren der Fliegenfischerei verschrieben. Er zeigt, wie man die „Fliegen“ binden kann. „Eschen, Saiblinge und Forellen schnappen nämlich nach Anflugnahrung, das sind Fliegen und andere Insekten, die flach über die Wasserfläche schweben.“ Um die Fische zu täuschen, bastelt er Köder aus natürlichem Material, aus toten Brummern, Wolle oder Federn. Wenn die Fische danach beißen, verfangen sie sich zugleich am Angelhaken. Der heute 58-jährige hat vor 50 Jahren mit dem Angeln an der Oste angefangen. Heute fischt er an der Lesum und an der Weser.

Zurück zur Theorie: Im Labor erklärt derweil der Referent für Wasserschutz, Mark Petermann aus Ritterhude, wie die fließenden und stehenden Gewässer in Bremen und umzu auf ihre Güte untersucht werden. Entweder chemisch, indem ph-Wert des Wasser und Schadstoffe untersucht werden. Oder biologisch: Auf diese Weise lässt sich die Gewässergüte über das Vorhandensein bestimmter Lebewesen ausmachen. „Einige Arten leben nur in sauberem Wasser, andere überwiegend in Dreckwasser“, so der Referent. Von der Anzahl der jeweiligen Kleintiere in den entnommenen Proben könne dann auf die Güte des jeweiligen Gewässers geschlossen werden. „Die bremischen Gewässer sind relativ sauber. Sie gehören zur Güteklasse 2“, hat Petermann festgestellt.

Fische finden genug Nahrung

In Bremen also finden die Fische genügend Nahrung und die Angler genügend Fische. Jeder Verein im Landesverband hat mindestens einen Gewässerwart, der die Qualität des Wassers in seinem Einzugsbereich regelmäßig überprüft. Im Labor kann übrigens auch das Alter der Fische bestimmt werden. Alexandra Günther (14) blickt durch ein Mikroskop und zählt die Jahresringe einer Karpfenschuppe. So kann sie erkennen, wie alt das Tier ist. „Die hier ist fünf bis sechs Jahre alt“, sagt sie.

Vor dem Haus unter einem Zeltdach backen Jelena Biruski und Thomas Edel in heißem Fett Fischfrikadellen. Die Zutaten: Fleisch von der Brasse, Bauchlappen vom Lachs, Zwiebel, Knoblauch und Gewürze, vielleicht noch Speck und Paniermehl. Damit wollen sie die Besucher davon überzeugen, wie wohlschmeckend die Fischklopse sind. „Die Fische, die die Angler hier in Bremen aus dem Wasser ziehen, werden grundsätzlich verzehrt“, bestätigt auch Rainer Schiller.

Quelle: Norddeutsche Weserkurier vom 18.08. 2014 Lokales Seite 6


 

 

Quelle : Weser-Kurier vom 24.07.2014 Seite 8


Quelle: Weser-Kurier vom 23.06.2014 Seite 5


Quelle: Weser-Kurier vom 10.06.2014 Seite 11

 


 

Quelle : Kreisblatt Syke vom 12.05.2014


 

Quelle: Kreisblatt Delmenhorst Seite 37 vom 10.05.2014


 Quelle: Kreisblatt Delmenhorst Seite 6 vom 09.05.2014


Quelle: Weserkurier vom 01.03.2014 Seite 19

 


Quelle:Osterholzer Kreisblatt vom 23.01.2014


Es gibt zu wenig Aale ??     und jetzt als Deko ??   (anklicken)

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 28.10.und 29.10.2013


 

Angler präsentieren sich als Umweltschützer

Von Ulf Buschmann

Grambke.

 

 

 

Tag der offenen Tür Landesfischereiverband

© Christian Kosak

Angelfans beim Fachsimpeln.

Svenja Giese war fasziniert. Die 30-Jährige schaute durch das Mikroskop und bewunderte die Kleinstlebewesen in der Schale. Rolf Libertin erklärte ihr diesen Mikrokosmos. Auch andere interessierten sich dafür, sodass der Leiter des Sachgebiets für Fisch-, Gewässer- und Naturschutz am Sonnabend und Sonntag gut zu tun hatte – wie seine Kollegen vom Landesfischereiverband Bremen, kurz LFV. Der Verband, der alle Angler des kleinsten Bundeslandes vereint, hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür in die Geschäftsstelle an der Grambker Heerstraße eingeladen.

Das Team um Präsident Rainer Schiller gab sich alle Mühe, um die breite Öffentlichkeit für den Angelsport zu interessieren: So konnten sich die Besucher zwanglos in den Räumen der Geschäftsstelle umsehen und sich einen Überblick über die Entwicklung der Fischerei-Gerätschaften in den vergangenen gut 100 Jahren verschaffen. Dafür, dass einst benutzte Ruten und Rollen nicht in Vergessenheit geraten, sorgt unter anderem Ausbildungsreferent Fred Behnken. Er kennt sich innerhalb der LFV-Führung besonders gut in der Historie aus. So gab es Angeln aus Rohr aus dem Jahr 1908 genauso zu sehen wie Geräte aus Bambus und moderner Kohlefaser. Auch die historischen Rollen fanden großes Interesse.

Und gleich nebenan informierten die LFVler über ihre facettenreiche Arbeit. So betonte Schiller unter anderem, dass Angeln heute längst nicht mehr nur damit zu tun hat, die Rute ins Wasser zu halten und zu warten, dass die Fische anbeißen. Der LFV ist heute anerkannter Umweltschutzverband und übernimmt im Auftrag des Landes Bremen unter anderem die Fischereiaufsicht über die hiesigen Gewässer. Denn auch oder gerade im 21. Jahrhundert gilt: Angeln ohne Angelschein ist ein Verstoß gegen geltende Gesetze.

Einen ordentlichen Aufschwung hat in den vergangenen Jahren die Jugendarbeit genommen. In den Vereinen interessieren sich nach Angaben des LFV-Jugendwarts Sven Bartsch rund 500 Mädchen und Jungen für diesen Sport. „Wir treffen uns immer an verschiedenen Gewässern“, sagte Bartsch. Erstmals habe es in diesem Jahr ein ganzes Angel-Wochenende am Grambker Sportparksee gegeben. Der Jugendwart bezeichnete es als „Gemeinschaftsfischen“. Einen Wettkampfcharakter habe das Ganze längst nicht mehr. Davon seien die Aktiven sowieso abgekommen, betonte Öffentlichkeitsarbeiter Jürgen Grüneberg. Das klassische Wettkampfangeln gebe es längst nicht mehr.

Quelle : Weserkurier vom 14.10.2013

 


ASV Bremerhaven gibt Fische an Nordsee-Aquarium (klick)

 


 

Quelle: Weser-Kurier Seite 15 vom 12.08.2013


 

Quelle: Norddeutsche vom 04.07.2013  Seite 2 Lokales


 

Hegemaßnahme des ASV Bremerhaven-Wesermünde e.V.   (klick)

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 17.05.2013


 

 

 

Quelle : Kreisblatt Delmenhorst  vom 04.05.2013


 

Quelle: Weser-Kurier v. 23.04.2013 Seite 13


Fischereiverband bestätigt Präsident

Von Renate Schwanebeck

Rainer Schiller bleibt weitere vier Jahre Präsident des Landesfischereiverbandes (LFV) Bremen. Die Jahreshauptversammlung hat ihn jetzt einstimmig im Amt bestätigt. Als "Petrijünger des Jahres" wurde Wolfgang Ehlert geehrt. Christian Blass erhielt das goldene Ehrenzeichen des LFV und Erich Bauer die goldene Ehrenmedaille des Verbandes Deutscher Sportfischer.

Ehrungen beim Landesfischereiverband: der

© Petra Stubbe

Ehrungen beim Landesfischereiverband: der "Petrijünger des Jahres" Wolfgang Ehlert (von links), Erich Bauer, Präsident Rainer Schiller und Christian Blass.

Schwachhausen. Prominente Gäste kamen jetzt zur Jahreshauptversammlung des Landesfischereiverbandes (LFV) ins Schwachhauser Hotel Munte: Der Präsident des Deutschen Fischereiverbandes (DFV) Holger Ortel sowie der Präsident des Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF) Peter Mohnert, der Vizepräsident des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) und der Präsident des LFV Weser-Ems Bernd Pieper sprachen Grußworte. Der DFV-Präsident und Bundestagsabgeordnete Holger Ortel lobte die im März beschlossene Fusion der beiden deutschen Angelverbände VDSF und DAV zum Deutschen Angelfischerverband. "Es macht sich auf Dauer bezahlt, in einem größeren Verband zu agieren", sagte er.

Peter Mohnert, Präsident des VDSF, beklagte die Probleme der Fischerei mit dem Kormoran, der Fische frisst. Vorstöße zur Regulierung der Kormoran-Populationen hätten bisher leider keinen Erfolg. Erfreulich sei, dass es den Dorsch in der Ostsee als "Brotfisch" gebe. "Auf diesem Gebiet ist es gelungen, dass Brüssel sich an den Anglern nicht vergreift", sagte Mohnert. Und das sei auch gut so: "Brüssel hat beim Angeln nichts zu suchen, Angeln muss frei sein." Er könne mit dem sogenannten Kormorangesetz in Niedersachsen leben, erklärte Bernd Pieper. Den Zusammenschluss der Fischerei- und Anglerverbände bewertete er zwiespältig. Auch ein kleiner Verband habe seine Berechtigung, argumentierte Pieper. Der Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems berichtete im Übrigen, dass in seinem Bereich neuerdings jedes Mitglied pro Jahr 50 Cent für den Ankauf von Jung-Aalen zur Besiedelung der Gewässer zahle. Diese Nachricht fand auf der Versammlung viel Beifall.

Der Bremer Verbandspräsident Rainer Schiller verlas ein Grußwort von Bürgermeister Jens Böhrnsen, der den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder für den Naturschutz würdigte. Eben dieser Einsatz wurde auch von Seiten der Verbände gewürdigt.

Als "Petrijünger des Jahres" wurde Wolfgang Ehlert ausgezeichnet, der seit 1969 dem Sportfischerverein Bremen angehört und bis 2009 nacheinander verschiedene Vorstandsämter ausfüllte. Das goldene Ehrenzeichen des LFV erhielt Christian Blass für seine Arbeit als zweiter Vorsitzender des SAV Vegesack. Die höchste Auszeichnung im deutschen Fischereiwesen – die goldene Ehrenmedaille des VDSF – überreichte Rainer Schiller an seinen für Finanzen zuständigen Stellvertreter Erich Bauer für 29-jähriges Engagement.

Jens Salva, Referent für Naturschutz beim DAFV, stellte einige Projekt-Beispiele für gelungene Renaturierung von Fließgewässern vor. Dabei zeigte er mit Fotos auf, wie schnell sich Bewuchs und Fischfauna den verbesserten Lebensraum zurückerobern.

Präsident Rainer Schiller ging in seinem Jahresbericht unter anderem auf die neuen Fischerei-Aufseher-Marken ein. "Endlich sind sie da, doch jetzt stellt sich die obere Fischereibehörde quer und verhindert die flächendeckende Auslieferung", erläuterte er. Die Gründe des Auslieferungsstopps seien unklar. "Aber ich werde es rauskriegen", so Schiller. Was die Fischerei-Lehrgänge angehe, so werde man derzeit " fast überrannt". Die Resonanz sei sehr groß. Vor allem die Lehrgänge, die über zwei Wochenenden laufen, seien stark gefragt.

Eigentlich wollte der Delmenhorster Rainer Schiller nach 16 Jahren jetzt nicht wieder für das Präsidentenamt des Landesfischereiverbandes kandidieren. Die Säge, die er demonstrativ anbot, um an seinem Stuhl zu sägen, nahm jedoch niemand an. So stellte er sich mangels Nachfolger doch zur Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt. Damit führt er den 19 Vereine (mit 6040 Mitgliedern) umfassenden Verband für weitere vier Jahre. Weil für den Vorstandsbereich "Fischerei-Ausbildung" niemand kandidierte, übernahm er diesen ebenfalls selbst. Als Vizepräsident für den Bereich "Fisch, Gewässer und Naturschutz" wurde Rolf Liebertin gewählt. Referent für den Fischschutz wurde Stephan Schiller, Sohn des Präsidenten. Das Referat "Fischen" konnte nicht besetzt werden und wird nun vom kompletten Vorstand betreut. Für das Referat "Meeresfischen" stellte sich Jelena Beruski zur Verfügung, die Horst Pustleik ablöst.

Für den 17. August will der Landesfischereiverband zu einem Tag der offenen Tür in seinem Domizil in Grambke einladen.

Quelle : Weser-Kurier vom 11.04.2013

 



 

Meerforellen laichen wieder in der Beek

Von Ilse Okken

Seit 2001 bemühen sich die Mitglieder des Angelsportvereins Hammebiss um die Wiederansiedlung der Meerforelle in ihren Gewässern. 2005/2006 kehrten die ersten Fische aus dem Meer zurück. Auch in diesem Januar sind die Tiere beim Ablaichen in der Beek gesichtet worden.

 

Der stellvertretender Vorsitzende des Angelsportvereins Hammebiss Mark Petermann sich darüber, dass Meerforellen zum Laichen an Hamme und Beek kommen.

Ritterhude. "Wollen Sie mal laichende Fische sehen, live und in Farbe?" – dieser Anruf eines Anwohners der Beek erreichte Mark Petermann am Heiligabend 2012. Am Flussbett des kleinen Baches konnte der stellvertretende Vorsitzende des Ritterhuder Angelsportvereins "Hammebiss" dann mit großer Freude beobachten, wie diverse Meerforellen im Kiesbett wühlten und dort ihre Eier ablegten. "Das ist der Beweis dafür, dass unsere jahrelange Arbeit erfolgreich war", meint der 32-jährige Ritterhuder, der sich seit Jahren für den Fisch- und Gewässerschutz engagiert und dafür 2007 mit der Niedersächsischen Umweltnadel ausgezeichnet wurde. Er ist sich sicher, dass diese Tiere "Heimkehrer" sind, die einst im Bruthaus des Vereins gezüchtet wurden.

Der stellvertretender Vorsitzende des Angelsportvereins Hammebiss Mark Petermann  sich dar??ber, dass Meerforellen zum La

© Oki

Per Bauchmassage wird das Sperma gewonnen und mit dem Rogen vermischt.

Lachse und Meerforellen seien früher in sämtlichen Gewässern der Region weit verbreitet gewesen. "Das war ein Brotfisch für alle", so Petermann. Aber Wasserverschmutzung und Überfischung hätten bewirkt, dass diese Tiere über lange Zeit fast verschwunden waren. Jetzt sei das Wasser wieder sauberer. So entschloss man sich 2001 zur Wiederansiedlung der Meerforellen. Seit gut einem Jahrzehnt schon ist das Bruthaus des Angelsportvereins Hammebiss nun Kinderstube für unzählige Jungfische. Gemeinsam mit zehn ehrenamtlichen Mitstreitern kümmert sich Petermann in den beiden Containern am Ufer der Beek um den Erhalt der in ihrem Bestand gefährdeten Fischart. "Wir haben damals mit 62000 Eiern angefangen, die von rückkehrenden Fischen aus dem Bereich um Lilienthal stammten. Für 2013 rechne ich damit, dass seit Bestehen der Anlage über eine Million Eier hier bebrütet sein werden."

Der Rogen wird am Unterbauch der Meerforelle abgestreift.

© Oki

Der Rogen wird am Unterbauch der Meerforelle abgestreift.

Aus über 90 Prozent der dort bebrüteten Eier schlüpfen die maximal drei Zentimeter großen "Brütlinge". Wenn sie nach sechs bis acht Wochen die Nahrung in ihrem Dottersack aufgebraucht haben, kommen sie wieder als Besatz in die Beek. Dort wachsen sie auf und wandern nach etwa ein bis eineinhalb Jahren in die Küstenregion der Nordsee ab. Nach weiteren eineinhalb bis zwei Jahren sind sie 50 bis 60 Zentimeter groß und steigen zwischen November und Januar zum Ablaichen in ihre Heimatgewässer auf. Es sei noch nicht exakt erforscht, wie die Meerforellen den Weg zurück zu ihrer Wiege finden.